WEIßER DRACHE – BILDHAUERSYMPOSIUM



Eine Naturbeobachtung vor Ort inspirierte die Künstlerin zu der Arbeit “Weißer Drache”. Mit dem Blick in Richtung Sonne und Baumwipfeln gerichtet, beobachtete sie den Flug der Blütenpollen, welcher sich wie ein magisches Glitzern des Himmels abspielte. In der traditionellen asiatischen Kultur gilt der weiße Drache als machtvolle geistige Wesenheit. Durch die feinen, kreisförmigen, unterschiedlich großen, amorph gebundenen Reben bekommt die Installation einen leichten und 

lebendigen Charakter. Die einzelnen Module werden mit Garn zusammengehalten. Das Besondere der Klematis ist, dass Sie sich über das Rhizom geflechtartig verbreitet, das, was im Kleinen in der Pflanze vorhanden ist, wird durch die Installation sichtbar. Wegen der heterogenen Struktur des Rhizoms wurde es Vorbild für 

Strukturen in Wissenschaft und Philosophie. Ein Rhizom bildet ein nicht zentralistisches, nicht hierarchisches System. 

Zum Bildhauersymposium am Bodensee wurden Künstler:innen unterschiedlicher Fachrichtungen eingeladen, um im Außenbereich der Camphill-Schulgemeinschaften innerhalb einer Woche ein Projekt zu entwickeln.


Weißer Drache, Bildhauesymposium Frickingen am Bodensee, Installation, Materialien: (2500 mm x 1500 mm, Waldrebe, Garn)
Studie: Mikroskopaufnahme (Clematis), 2018 © Fotos: Maria Mandalka