GAME BOY


GAME BOY

de:_ Die Aufmachung durch Rasterung und Struktur des bedruckten und behandelten Papiers erweckt den Anschein einer Tapete oder eines Geschenkpapiers. Der Aufdruck spricht ohne viele Worte in einer naiven aber dennoch zynischen Comicsprache über die Co-Abhängigkeit von Wirtschaftsinteressen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Das Konsumieren ist in dieser Arbeit in einer engen Verbindung zur Ablenkung von gesellschaftlichen Ängsten zu lesen. Die durch Marketingstrategien genutzt und durch Kompensationsmechanismen kapitalistischer Produkte verdrängt werden. Darüber hinaus greift die Künstlerin durch die spielerische Farbwahl Themen wie Verlustängste der Kindheit auf und die Texte weisen auf banale Wortfindungen der Spätmoderne hin. Die Arbeit wirft somit einen Blick auf die Thematik von Verschleierung und Verschlungenheit von Liebe und Kapital. 

en:_ The presentation by screening and structure of the printed and treated paper gives the appearance of wallpaper or wrapping paper. The print speaks without many words in a naive yet cynical comic language about the co-dependence of economic interests and interpersonal relationships. Consumption in this work can be read in close relation to the distraction of social anxieties. Which are exploited by marketing strategies and displaced by compensation mechanisms of capitalist products. In addition, the artist picks up on themes like childhood fears through the playful choice of colors, and the texts point to banal word inventions of modernity. The work thus provides insight into the theme of the veiling and entanglement of love and capital.